Konsum ohne böse Nebenwirkungen – Versteckte Umweltzerstörung in unseren Lebensmitteln und Holzprodukten beenden!

Freitag, 11. März von 14.00 – 16.00 Uhr

Weltweit wurden zwischen 1990 und 2020 420 Millionen Hektar Wald zerstört. Ein wesentlicher Faktor für Entwaldung ist die Ausbreitung landwirtschaftlicher Flächen für die Erzeugung von global gehandelten Rohstoffen und Gütern. Zwischen 2002 und 2017 waren der Anbau von sechs Rohstoffen für etwa 80% der tropischen Entwaldung verantwortlich: Soja, Palmöl, Rindfleisch, Holz, Kakao und Kaffee. Die EU-Kommission hat reagiert und einen Gesetzesentwurf vorgelegt: Unternehmen, die bestimmte Produkte und Warengruppen in die EU einführen oder von der EU aus handeln, sollen nach dem Kommissionsvorschlag künftig nachweisen, dass die betreffenden Erzeugnisse zu keiner Entwaldung oder zu Walddegradierung nach dem Stichtag 31. Dezember 2020 führten.
 
Aber reicht der Vorschlag aus, um die Waldzerstörung zu stoppen? Wie kann überprüft werden, ob Lieferketten wirklich entwaldungsfrei sind und wie können die entsprechenden Mechanismen zielführend im Gesetz verankert werden? Darum geht es auf der Zoom-Veranstaltung, auf der neben dem WWF und MdEP Martin Häusling auch Vertreter der Heinrich Böll Stiftung und des Bundeslandwirtschaftsministeriums sprechen.

Programm

14:00 Uhr: Begrüßung & Einführung mit Martin Häusling, Mitglied des Europäischen Parlaments

14:05 Uhr: Gesetzesvorhaben: Verordnung über die Bereitstellung bestimmter Rohstoffe und Erzeugnisse, die in Verbindung mit Entwaldung und Waldschädigung in Verbindung stehen
1. Vorstellung des Kommissionsvorschlags von Astrid Ladefoged, Leiterin des Referats Planetarische Gemeinschaftsgüter, Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission
2. Zivilgesellschaftliche Einordnung des Vorschlags von Dr. Susanne Winter, WWF Deutschland & Anke Schulmeister, WWF European Policy Office 

14:40 Uhr: Im Fokus: Soja aus dem Cerrado, Brasilien
1. Wichtigkeit der Region für Europas Soja Versorgung mit Thomas Fatheuer, freier Autor und Berater, ehemaliger Direktor Heinrich Böll-Stiftung in Rio de Janeiro
2. Wie entwaldungsfreie Soja-Lieferketten aussehen können mit Katja Albrecht, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ)
3. Nachverfolgbarkeit durch technische Lösungen gewähren mit Markus Boner, Agroisolab & Johannes Zahnen, WWF 

15:10 Uhr:  Ausblick: Was kann Deutschland für Lebensmittelimporte ohne Naturzerstörung tun? Bernt Farcke, Abteilungsleiter Wald, Nachhaltigkeit, Nachwachsende Rohstoffe im BMEL 

15:25 Uhr: Gemeinsame Diskussion

15:55 Uhr: Schlussworte Martin Häusling, MdEP  

Moderation:      Lisa Tostado, Programmleiterin Klima-, Handels- und Agrarpolitik, Heinrich-Böll-Stiftung EU
Übersetzung: EN-DE; DE-EN

Anmeldungen
Anmeldungen über martin.haeusling-office@europarl.europa.eu
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Lara Schmidt berlin@martin-haeusling.eu.
Die Veranstaltung wird über Zoom stattfinden.
Presserückfragen an presse@wwf.de und presse@martin-haeusling.eu

Hintergrundinformationen
Gesetzesvorschlag der EU-Kommission
Pressemitteilung „Entwaldungsfreie Lieferketten Möglich Machen“ von MdEP Martin Häusling
Pressemitteilung „Nach Glasgow muss sich die EU beweisen: Kommission legt Gesetz zum Stopp des EU-Beitrags zur globalen Entwaldung vor“ vom WWF

Eventdatum: Freitag, 11. März 2022 14:00 – 16:00

Eventort: Online

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